Einführung

Aus vergleichenden Untersuchungen über die Wirkweise verschiedener therapeutischer Schulen hat man erfahren können, dass für den Therapieerfolg die Haltung der Therapeuten wichtiger ist als die Methode, die sie anwenden. Mehr und mehr rücken Metaqualitäten von Therapeuten ins Blickfeld von Forschern und Praktikern. So erscheint es sinnvoll, dem Erlernen und Einüben solcher Qualitäten im Feld der Weiterbildungsangebote Raum zu geben. Verschiedene Kolleginnen und Kollegen haben sich ohnehin längst z. B. mit Achtsamkeitspraxis vertraut gemacht und praktizieren regelmäßig Meditation. Die Seminare dieser Reihe laden zum Kennenlernen und Einüben verschiedener Metaqualitäten für Therapeutinnen und Therapeuten ein.  

Die vorgestellten Praktiken entstammen dem Sufismus, der Achtsamkeits­praxis, einem zeitgenössischen Zen-Prozeß (Big Mind) und der Humanistischen Psychologie im weiteren Sinne (Therapie mit dem Inneren Familien-System, Essentielle Gestalt­arbeit).

Durch die Entwicklung von Metaqualitäten kann die therapeutische Arbeit eine andere Mitte und Ausrichtung erfahren, und die Wesensaspekte der menschlichen Existenz gewinnen den ihnen gebührenden Raum in einer Arbeit im sozialen Feld. Mehr Verständnis für unsere eigenen Tiefendimensionen und die unserer Klienten wird möglich. In unserer langjährigen Ausbildungstätigkeit empfinden wir dies als bereichernde und »Not-wendende« Hilfsmittel innerhalb einer soliden professionellen Grundausstattung.

Die Veranstaltungsreihe »Metaqualitäten für die therapeutische Arbeit« setzt je unterschiedliche Schwerpunkte. Sie wird von Katharina Martin konzipiert und begleitet.